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Paneldiskussion: „Verteidigungsfähigkeit stärken – junger Wehrdienst statt allgemeiner Pflicht?”

Kürzlich durfte ich bei der „13. Schaumburger Plattform“ der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in Bückeburg über diese Frage diskutieren. Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht – oder reicht ein neuer, freiwilliger Wehrdienst?

Mit mir auf dem Podium saßen Dr. Hans-Peter Bartels, Präsident der GSP und ehemaliger Wehrbeauftragter des Bundestages, sowie Tim Blanke, stellvertretender Juso-Vorsitzender in Schaumburg. Viele engagierte Gäste im Publikum brachten ebenfalls ihre Sicht ein.

Die große Linie war klar: Es geht um unsere Verteidigungsfähigkeit in einer Welt, in der Autokratien wieder auf dem Vormarsch sind.

Mein Standpunkt: Zunächst sollte das neue Freiwilligkeitsmodell eine faire Chance bekommen. Zeigt sich aber deutlich, dass nicht genug junge Menschen bereit sind, Wehr- oder Zivildienst zu leisten, muss offen evaluiert werden, ob und wie eine Rückkehr zur gesetzlichen Wehrpflicht notwendig ist.

Dabei ist mir wichtig, dass wir ordentliche Einsatzmöglichkeiten für Frauen schaffen und auch in Deutschland lebende Menschen ohne deutschen Pass – etwa im zivilen Bereich – berücksichtigen.

Die lebendige Diskussion hat auch gezeigt, wie groß der Gesprächsbedarf gerade bei jungen Menschen ist. Politik muss ihnen zuhören, ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen ehrlich erklären, was sicherheitspolitisch auf dem Spiel steht, statt nur über sie zu reden.