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Ein herber Schlag für die Region: Die Vorzugsvarianten 3 und 4 für die Bahnstrecke Hannover–Bielefeld würden Bückeburg und Suthfeld nachhaltig verändern!

Die heute vorgestellten Vorzugsvarianten 3 und 4 für die Bahnstrecke Hannover–Bielefeld würden Bückeburg, Suthfeld und das Schaumburger Land massiv treffen. Eine Neubautrasse mitten durch unsere Landschaft würde wertvolle Naturflächen zerschneiden und die Umwelt sowie die Lebensqualität vieler Menschen vor Ort beeinträchtigen.

Für viele Menschen vor Ort bedeutet diese Entscheidung nach Jahren des Engagements im Beteiligungsprozess eine erneute Unsicherheit. Anstatt echter Mitgestaltung erleben wir ein Verfahren, das sich zunehmend als politische Nebelkerze entpuppt: Viele Hinweise aus der Region, darunter fundierte Vorschläge zu Alternativrouten, scheinen unter dem Deckmantel des 31-Minuten-Fahrziels schlicht ignoriert worden zu sein.

Das Vertrauen in einen transparenten Beteiligungsprozess wird so zerstört. Die Frustration wäre geringer gewesen, wenn der Schein der Beteiligung gar nicht erst in Angriff genommen worden wäre.

Ferner ist zu befürchten, dass auch die Anliegerinnen und Anlieger an der Bestandsstrecke nicht mehr von Verbesserungen, wie einem optimierten Lärmschutz, profitieren werden.

Hinzu kommt, dass die Finanzierung des Projekts nach wie vor völlig offen ist. Niemand kann derzeit erklären, wann, wie oder in welchem Umfang diese Trasse mit einem voraussichtlichen Finanzvolumen im zweistelligen Milliardenbereich überhaupt realisiert werden soll. Trotzdem wird die Bevölkerung schon jetzt mit unklaren Planungen konfrontiert, was verständlicherweise für große Verunsicherung und Unmut sorgt.

Wir als heimische SPD bleiben dabei: Der Deutschlandtakt muss neu berechnet werden! Eine kluge Lösung kann auch ohne Neubautrasse gelingen – umweltverträglich, finanzierbar und im Sinne der Menschen vor Ort.

Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Jan-Philipp Beck setze ich mich dafür ein, dass die Interessen unserer Region Gehör finden und berücksichtigt werden. Jetzt gilt es, die Unterlagen genau zu prüfen und das weitere Vorgehen gemeinsam abzustimmen.