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Nato PV in Washington

Kürzlich durfte ich als Leiterin der deutschen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO (NATO-PV) am 25. Transatlantischen Forum in Washington, D.C. teilnehmen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bundestagsfraktionen sowie drei Landesinnenministerinnen und -ministern vertrat ich dort Deutschland.

Bevor die spannenden Diskussionsrunden zur zukünftigen Ausrichtung der NATO begannen, stand ein kurzer kultureller Programmpunkt auf dem Plan: der Besuch der beeindruckenden Library of Congress – ein einzigartiger Ort, der die Bedeutung von Wissen und Austausch über Grenzen hinweg symbolisiert. Danach ging es jedoch direkt in die Inhalte.

An den restlichen Tagen standen insbesondere die sicherheitspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre im Mittelpunkt. Viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier beschäftigte die kürzlich veröffentlichte „Nationale Sicherheitsstrategie“ der US-Regierung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für unser Bündnis. Nach Jahrzehnten des gemeinsamen Erfolgs als Garant für Sicherheit und Zusammenhalt in Europa müssen wir in den kommenden Jahren einiges neu bewerten.

Eines ist für mich klar: Europa muss enger zusammenstehen, um die Werte der liberalen Demokratie und des Völkerrechts als Leitplanken unseres politischen Handelns zu bewahren. Mehr Unabhängigkeit in Verteidigungsfragen ist dabei nur ein Schritt von vielen.

Gleichzeitig bleibt der enge Austausch mit unseren amerikanischen Partnern über Partei- und Systemgrenzen hinweg unverzichtbar, denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern.

Als überzeugte Transatlantikerin mit familiären Wurzeln in Ostwestfalen, deren Vorfahren um die Jahrhundertwende viele Jahre in den USA lebten, liegt mir die Stärkung dieser Verbindung besonders am Herzen. Unser Bündnis, die NATO, Europa und die Demokratie sind es wert, dass wir uns weiter dafür engagieren.